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Praxis für Krankengymnastik und Physiotherapie
Morten Frank
Tel.: 02241 69 303
Fax.: 02241 971 830
E-Mail: mortland@unitybox.de






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Gesundheitsnews



So lange hält das neue Knie
Registerstudien ausgewertet

Gelenkersatz ist in Deutschland Routine: Mehr als 400 000 Patienten benötigen jährlich ein neues Knie oder eine neue Hüfte und bekommen sie auch. Gretchenfrage dabei: Wie lange hält so eine Gelenkprothese?
Patientenregister geben Auskunft

Ob Kniearthrose oder Hüftkopfnekrosen – Knie- und Hüftprothesen haben Hochkonjunktur. Vor der Operation interessieren sich die Patienten natürlich ganz besonders für die Überlebenszeit des geplanten Gelenkersatzes. Um diese Frage zu beantworten, haben britische Forscher jetzt entsprechende Fallserien aus speziellen Zentren und zwei nationalen Patientenregistern gesichtet.
Knieprothesen halten länger

Bei den über 200 000 Hüftprothesen-Patienten waren nach 15 Jahren noch knapp 90% der künstlichen Hüften im Einsatz, nach 20 Jahren etwa 70% und nach 25 Jahren noch knapp 58%. Die etwa 300 000 Knieprothesen hielten länger, hier schaffte die Totalendoprothese Überlebensraten von 93% nach 15 Jahren und 82,3% nach 25 Jahren.

Im Einzelfall lässt sich die Überlebenszeit künstlicher Gelenken natürlich nicht präzise vorhersagen, dazu spielen individuelle Faktoren wie die zugrundeliegende Erkrankung, mögliche Infektionen, Lockerung des Implantats oder weitere Faktoren eine zu große Rolle. Die Kenntnis über mittlere Überlebenszeiten von Prothesen kann betroffenen Patienten aber durchaus dabei helfen, sich für oder gegen ein künstliches Gelenk zu entscheiden.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Kreuzschmerz im Sport
Auch Yoga kann Kreuzschmerz auslösen

Bewegungsmangel ist in der heutigen Gesellschaft das „neue Rauchen“ und führt unter anderem zu Schmerzen am Bewegungsapparat, zum Beispiel am Kreuz. Doch auch Sport kann zu Kreuzschmerzen führen, wenn wichtige Punkte nicht beachtet werden. Welche das sind, dazu referiert Priv.-Doz. Dr. Karin Pieber von der Sportordination Wien auf dem internationalen Kongress der GOTS in Salzburg.

Bei der individuellen Sportauswahl ist zu beachten: Nicht jeder Sport ist für jeden gesund. Auch Trendsportarten, bei denen eine positive Wirkung auf Kreuzschmerzen beschrieben werden, zum Beispiel Bouldern, Yoga, Pilates können Beschwerden auslösen, wenn Sie nicht korrekt durchgeführt werden. Oder, wenn biomechanische Einschränkungen aufgrund bereits bestehender Verletzungen oder individueller anatomischer Konstitution nicht berücksichtigt werden.

Und: Grundsätzlich macht auch beim Sport – bezogen auf Kreuzschmerzen - die Dosis das Gift.

Kreuzschmerz trifft jede Altersgruppe. Frauen sind dabei häufiger betroffen. Die Schmerzen können vom Facettengelenk, der Bandscheibe, dem Iliosakralgelenk ausgehen oder auch von funktionellen Störungen wie Blockaden, Instabilitäten und muskulären Dysbalancen kommen. „Oft passen beim Kreuzschmerz der klinische Befund und die Bildgebung (Röntgen- bzw. MRT) nicht zusammen, da sich vor allem die funktionellen Störungen nicht in der Bildgebung darstellen lassen. Einerseits haben Sportler mit vielen Diagnosen in der Bildgebung teilweise geringe Beschwerden und andererseits kommen Sportler mit massiven Beschwerden trotz geringer Veränderungen in der Bildgebung zu mir in die Ordination“, so Dr. Pieber. „Eine entsprechend genaue Anamnese- und Statuserhebung inklusive manueller Untersuchungstechniken führt dann zur Diagnose und damit auch zur richtigen Behandlung des Sportlers.“ Die Bildgebung sei vor allem nach Traumata und anderen red flags indiziert.

Für alle Sportarten ist grundsätzlich eine gestärkte Tiefenmuskulatur wichtig (core stability, Stammmuskulatur). Diese erreicht jeder mit einfachen Übungen, wie zum Beispiel „planken“ und Gleichgewichtsübungen, welche im Rahmen der Physiotherapie erlernt werden und dann regelmäßig zu Hause durchgeführt werden müssen. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Physiotherapie ist der Ausgleich von muskulären Dysbalancen mit entsprechenden Dehnungs- und Kräftigungsübungen.

Ganz allgemein gesagt sind Sportarten wie Schwimmen, Tanzen, Klettern, Yoga, Pilates oder Nordic walken in mäßiger individueller Intensität gesund. Nicht gesund sind dagegen Sportarten mit einseitigen Belastungen und Kombinationen aus Rotations- und Flexions-/Extensionsbewegungen.

Insgesamt ist der Sport jedoch immer mehr Option als Risiko. Wichtig ist die individuelle Eignung, eine gute Betreuung durch einen Trainer und/oder Therapeuten, wenn es intensiver sein soll. Dazu die korrekte Durchführung sowie Präventivmaßnahmen, um Verletzungen und Überlastungen und damit auch dem lästigen Kreuzschmerz vorzubeugen!

Physiotherapie versorgt selten alleine
In seiner Antrittsvorlesung hat Prof. Dr. Dirk Peschke am 11. Juni 2019 in der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) über ‚Erkenntnisse zur Bedarfsgerechtigkeit in der Physiotherapie‘ gesprochen.

„Mein Anliegen ist es, Physiotherapie umfassend und im Gesamtbild der Versorgung zu sehen. Diese Perspektive legt es nahe, die Grenzen zwischen stationärer und ambulanter Versorgung zu überwinden und eine Vernetzung der beteiligten Akteure in den Blick zu nehmen“, erklärte Peschke und weiter: „Mit dieser Sichtweise werden erweiterte Verantwortungsbereiche für die Physiotherapie erkennbar. Werden diese angenommen, dann könnten Physiotherapeut*innen dafür Sorge tragen, dass physiotherapeutische Versorgung – auch bei Versorgungsübergängen – kontinuierlich verläuft und dass sich die beteiligten Akteure untereinander austauschen und abstimmen. Auf diese Weise kann die gemeinsam erzielte Versorgungsqualität gemessen, dargestellt und auch zusammen verbessert werden.“

Dirk Peschke ist seit März 2019 Professor für Physiotherapie und Versorgungsforschung im Department für Angewandte Gesundheitswissenschaften an der hsg Bochum. Zuvor war er am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.

„Die Studienangebote der hsg Bochum bieten sehr gute Möglichkeiten dafür, dass sich zukünftige Physiotherapeut*innen ein solches, erweitertes Verständnis von physiotherapeutischer Versorgung aneignen,“ so Peschke. Neben der Vermittlung grundlegender Handlungskompetenzen möchte Dirk Peschke den Studierenden mitgeben, dass eine gute physiotherapeutische Versorgung vor allem dann gelingt, wenn „über die einzelnen Behandlungseinheiten hinausgedacht wird“.

Diese Lehrumgebung und das große Interesse unter den Kolleg*innen, die Physiotherapie in Deutschland durch ganz unterschiedliche Beiträge voranbringen zu wollen, gefallen Peschke an der hsg Bochum schon jetzt sehr.

Peschke bringt sowohl Arbeitserfahrungen als Physiotherapeut mit als auch umfangreiche Erfahrungen aus der Rehabilitations-, Qualitäts- und Versorgungsforschung. In seiner Dissertation, die er im Rahmen des Graduiertenkollegs ‘Multimorbidität im Alter‘ an der Charité – Universitätsmedizin Berlin schrieb, untersuchte Peschke sektorenübergreifende therapeutische Versorgungsverläufe von Schlaganfallbetroffenen. Anschließende Forschungsarbeiten hatten unter anderem die Zentralisierung von komplexen und planbaren Krankenhausleistungen, Verbesserungen, die durch Qualitätsmessungen, -transparenz und Peer Reviews erreicht werden können und die Versorgungsqualität von ‚Versorgungsgemeinschaften‘ zum Gegenstand. Unter einer ‚Versorgungsgemeinschaft‘ werden hier Leistungserbringer verstanden, die dieselben Patient*innen versorgen.

„Aufgrund dieser Kombination aus berufspraktischer Erfahrung und intensiver Beschäftigung mit Perspektiven auf Optimierungsansätze für die Gesundheitsversorgung ist die Expertise von Herrn Peschke eine bedeutsame Erweiterung der fachlichen Breite des Departments für Angewandte Gesundheitswissenschaften“, fasste Prof. Dr. Sascha Sommer, der Dekan des Departments, zusammen.

Dirk Peschke hat an der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven, Standort Emden, und an der Philipps-Universität Marburg studiert. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.